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THEMA: Suche Empfehlung Computersimulation/Applikation unseres Sonnensystems

Suche Empfehlung Computersimulation/Applikation unseres Sonnensystems 19 Apr 2019 21:40 #51146

Hallo liebe Urknall-Community

Ich suche ein gutes Computerprogramm, welches unser Sonnensystem möglichst akkurat simuliert. Ich habe keine genaue Ahnung wie viel Rechenleistung sowas voraussetzt. Webbasiert würde(n) ja der/die Server den großen Teil der Rechenarbeiten übernehmen, falls ein normaler PC dafür nicht ausreicht. Mir ist schon klar, je mehr Faktoren berücksichtigt werden, je mehr muss berechnet werden und je höher ist der Bedarf an Rechenleistung. Je nach Effizienz der angewandten Umgebung und Programmierung usw. usf. Andererseits ist es leider auch der Fall, dass je komplexer ein Modell wird, je höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass gewisse Faktoren nicht/richtig/komplett berücksichtigt werden, ergo die Fehlerquote steigt. Bugs entstehen, das Modell wird zwar komplexer, aber auch ungenauer, bis hin zu unbrauchbar. Ich habe u.a. Celestia ausprobiert, war davon aber nicht begeistert. Ich möchte kein Raumschiff in das nächste Sonnensystem schicken. Ich nehme auch nicht an, dass Wissenschaftler ein solches Programm verwenden um "mal schnell" nachzuschauen, welcher Teil der Erde in 50 Jahren, 16 Stunden und 20 Minuten der Sonne ausgerichtet ist und wie die Position des Mondes und anderer Planeten zu diesem Zeitpunkt aussieht. Genauso wenig nehme ich aber an, dass man das "mal so schnell" auf einem Blatt Papier mit Lösungsweg ausrechnen kann. Ich glaube ihr erkennt, worauf ich hinaus will?

"Manchmal muss man rennen, bevor man gehen kann". Iron-Man, Fiktion und Film. Aber ich finde die Analogie dahinter gar nicht so schlecht. Gewisse Tiere rennen über das Wasser; würden sie nur gehen, sie würden im Wasser versinken. Mir geht es irgendwie ähnlich. Ich könnte selber alles Wissen zusammentragen und meine eigene Simulation machen, ich hätte die Fähigkeiten dazu, nur würde ich damit kein neues Rad erfinden. Ich würde viel Wissen erlangen, zweifellos. Mit einem bestehenden Modell allerdings greife ich das Wissen auf, das bereits besteht und kann dadurch Dinge schneller begreifen, als wenn ich bei Null anfangen würde. Falls dieser Gedankengang falsch ist, bitte ich um Berichtigung. Natürlich - man braucht zuerst grundlegendes Wissen um komplexere Dinge verstehen zu können. Manchmal aber muss man sich zuerst mit komplexen Sachen auseinandersetzen um grundlegende Dinge verstehen zu können. Newton, Apfel.

Schlussendlich publiziert die Wissenschaft ja regelmäßig Erkenntnisse in die gesamte Öffentlichkeit. Es ist also auch zu erwarten, dass sich die Bevölkerung mit den neuen Informationen auseinandersetzt und versucht diese nach besten Wissen und Gewissen zu interpretieren. Einen Wissenschaftler damit zu konfrontieren, dass es dabei nur um Geld geht, ist meiner Meinung nach die grösste Beleidigung die man der Wissenschaft entgegenwerfen kann. Auch wenn jedem klar sein sollte, dass Wissenschaft finanziert werden muss und im Gegenzug Ergebnisse erwartet werden. Das erste "fotografierte" schwarze Loch ist so ein Beispiel, aber darum geht es mir gar nicht. Nur scheint es heutzutage irgendwie nötig sein, seinen Standpunkt klar zu machen, bevor man eine Frage stellt, um nachträglichen Missverständnissen vorzubeugen.

Ich besitze einen Personal Computer mit aktueller Hardware und Windows 10/Linux. Meine Computerkenntnisse sind überdurchschnittlich, jedoch bin ich weder Wissenschaftler noch diplomierter Informatiker. Ich bin, nun, einfach unvoreingenommen interessiert. Ich kann selber einen Computer aufsetzen und beherrsche einige höhere Programmiersprachen. Ich schreibe das nicht um mein Ego zu stärken, sondern nur um den Grad meiner Kenntnisse zu veranschaulichen. Ich bin also jemand, den ihr getrost als "halbschlau" bezeichnen könntet - nicht komplett blöd, aber sicher kein Genie und ich geniere mich auch kein bisschen dies zuzugeben.

Ich bin nicht von der Presse, kein "flat earther", habe kein Interesse an den sozialen Medien und suche auch keinen Weg, irgendwelche neue Schlussfolgerungen zu machen oder diese zu Beweisen. Ich betone dies, weil man leider heutzutage fast keine gültigen Informationen mehr über das Internet erhält, vielleicht Wikipedia, und man für jede gültige Information hart kämpfen muss. In meinem Fall ging das einmal sogar soweit, dass ich ordentliche Professoren "bemühen" musste, um Klarheit in gewissen Fragen zu erlangen. Wobei "bemühen" lediglich heißt, dass ich telefonisch Kontakt aufgenommen habe und nicht im Sinn von einem Stalker/Spinner oder so. Man ruft ja auch nicht den US Präsidenten an, nur um eine Auskunft bezüglich einer Telefonnummer zu erhalten.

Meine Inspiration ist eigentlich ganz simpel: Es ist die Tatsache, dass sowohl eine Sonnenfinsternis, als auch die Mondfinsternis auf Tag und Stunde berechnet werden kann.
Zusätzlich kann man der Erdbevölkerung im Voraus bekanntgeben, von wo aus auf der Erde das entsprechende Ereignis am besten zu sehen ist (u.a. Erdrotation). Da ich grundsätzlich immer alles bis zu einem gewissen Punkt begreifen will, habe ich über Jahre verteilt immer wieder Recherchen, Berechnungen, Muse gemacht und mich weiter informiert. Ja wie das halt im Leben so ist: Man wird älter, man lernt dazu, begreift mehr, vergisst Dinge und versucht besser zu werden. Gewisse Dinge werden wichtiger, andere rücken in den Hintergrund etc. etc. Natürlich kommen dann immer weitere interessante Fragen auf, z.B. die Mars-Mission: Dessen Ziel es ja wäre, von der Erde aus zu starten und den Mars zu "treffen", wenn sich beide Planeten im günstigsten Abstand voneinander befinden (Reisedauer, Beschleunigung, Abbremsen, wie lange es anschließend dauern würde, bis die nächste optimale Situation für eine Rückreise eintrifft, Gravation ausnutzen, etc. etc. etc). Für mich sehr anregend "selber ein bisschen zu experimentieren". Und alles Fragen, die man wenigstens in geringem Mass veranschaulichen könnte, wenn man ein akkurates Modell oder eine Simulation des Sonnensystems hätte - es muss ja nicht einmal komplett stimmen (Newton, Distanz der Sonne zur Erde, wobei die Distanz ja sowieso abhäng davon ist, wo sich die Erde gerade in der Umlaufbahn der Sonne befindet), es soll nur mithilfe von Visualisierungen und aktuellen Messdaten übereinstimmen, um sich ein Bild zu machen wie die Umstände ungefähr wären. Sich im Kopf dies auch nur ansatzweise vorzustellen ist (für mich) unmöglich.

Um am Ball zu bleiben: Simulieren Wissenschaftler wirklich abhäng von Standort/Universität und Philosophie ihr eigenes Modell? Warum gibt es kein einheitliches Modell; wäre es nicht bedeutend effizienter ein einziges Modell des Sonnensystems zu machen, wo alle zusammenarbeiten, um ein möglichst gutes Modell des Sonnensystems zu erreichen? Oder gibt es sowas wie "Google Solar System Maps" schon und ich finde es einfach nicht? Was ist mit den 100 Webseiten wie "project-metis.com", "theskylive.com", "solarsystemscope.com", "jsOrrery" usw. usf.

In dem Programm bzw. der Simulation, die ich suche steht natürlich Akkuratesse an oberster Stelle. Was ich mir weiter vorstelle sind die folgenden Funktionen:
- Abbildung der Kontinente auf der Erde (und vielleicht sogar vorhandenes Material von anderen Planeten/Monde)
- "Rotation" der Erde (und vielleicht anderer Monde/Planeten)
- Beschleunigung/Anhalten/Stoppen/Festlegen der Zeit
- Messen der Distanz zweier Himmelskörper
- Freie Navigation durch das Sonnensystem (3d)
- Zoomfaktor
- Einblendung mathematischer Formeln, die zur Berechnung verwendet worden sind. (Ohne Reverse Engineering oder lesen des Quellcodes)

Zusätzlich interessant (vermutlich unrealistisch) wäre die Berechnung des Sonnenlichts im Bezug zu einzelnen Himmelskörper oder das Anzeigen des sich verändernden Gravitationsfeldes. Oder die Dauer einer Rotation eines Planeten um die Sonne im Verhältnis mit der Erde.

Ich kann nicht für alle "halbschlauen" auf diesem Planeten sprechen, sondern nur für mich selber. Ich glaube aber trotzdem, dass eine solche Simulation vielen Leuten helfen würde, grundlegende Sachen besser zu verstehen. Nicht indem sie in Wikipedia nachlesen, wie lange, in Erdenjahren, der Jupiter, der massenreichste Planet des Sonnensystems braucht um einmal die Sonne zu umrunden. Einfach in einer 3d Karte Jupiter anklicken und diese Informationen zu erhalten und vielleicht sogar noch wie viel Masse der Planet hat etc. usw. usf. Ich mein, man kann die Weltkarte als jpg oder in einem Buch oder auf einem realen Globus anschauen, aber irgendwie hat sich google maps doch durchgesetzt oder?

Gruss, 73

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